Radwandern
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Die Radwandergruppe im Sommer 2009


Auch in diesem Sommer haben wir unsere Mittwochs-Radtouren gemacht. Diesmal war es weniger der Regen, der uns zu schaffen machte, sondern der Wind, der uns tatsächlich einmal bewog, die geplante Fahrt abzukürzen. Die Beteiligung war sehr wechselhaft, manchmal waren wir zehn Teilnehmer, ein anderes Mal zu dritt. Der harte Kern war dabei recht konstant vertreten, aber leider haben wir immer noch das Image der „Schnellfahrer“, so dass wir kaum neue Teilnehmer finden.


Zu unseren Kaffee- und Kuchenstützpunkten ist ein neuer hinzugekommen: das Café „Kaffeetasse“ in Gettorf mit sehr leckerem selbstgebackenem Kuchen. Wir haben drei Tagesfahrten gemacht, eine in die Probstei, die leider auf einen Tag mit vielen heftigen Regenschauern fiel. Wir sind trotzdem gefahren, haben uns ab und an untergestellt, wenn es zu sehr schüttete und haben ansonsten die Strecke etwas verkürzt. Die zweite Fahrt ging nach Steinwehr zum Himbeerkuchenessen und verlief ohne Zwischenfälle. Die letzte Tour ging um den Westensee und war noch einmal richtig anstrengend, vor allem, weil wir Mühe hatten an Kaffee und Kuchen zu kommen. Die Cafés hatten erst später geöffnet
und da waren wir schon wieder über alle Berge. Im Forsthaus Wittland hatten wir endlich Glück und konnten uns vor dem Endspurt noch einmal stärken. Für die nächste Saison wünschen wir uns viel ideales Radfahrwetter mit wenig Wind und keinem Regen. Aber auch bei nicht so gutem Wetter sind wir eigentlich eine recht fröhliche Truppe.

 

In diesem Sinne also auf bald in 2010, mittwochs 13:30 am Sportheim! Bis dahin tschüs, sagt
Gila

 

 

 

 

Unsere Radwanderung in der Müritz vom 2. bis 8.09.2009
Teilnehmer: Wolfgang, Helga S., Hans-Jörg, Manner, Werner, Gila.


Die Anreise nach Waren/Müritz gestaltete sich wider Erwarten relativ unkompliziert trotz viermaligen Umsteigens. Die niedrigen Einstiege der Doppelstockzüge machten das Ein- und Aussteingen mit dem Fahrrad und Gepäck einfach. Waren gefiel uns gleich sehr gut mit seinen schönen alten Häusern, dem Marktplatz mit dem Rathaus und der Löwen-Apotheke. Nicht sehr weit davon die alte Pfarrkirche St. Marien, von deren Turm alle außer mir die Aussicht auf das wunderschöne Umland genossen. Unser Hotel, in dem wir drei Tage bleiben wollten, lag ganz nah am Hafen mit seinen vielen Motorbooten und gefiel uns sehr gut. Die Radwege, überwiegend durch Heide, Wald oder an einem Gewässer entlang waren wider Erwarten – man hatte mir von den anstrengenden Sandwegen in der Müritz erzählt – sehr gut zu befahren, zumindest bis wir bis Mirow kamen.
Unser Hotel in Granzow bei Mirow gehörte zu einer riesigen Ferienanlage und lag fast direkt an einem der vielen Seen in der Region. Ab Mirow in Richtung Rheinsberg mit seinem schönen Schloss und dem gepflegten Schlosspark wurde es dann anders. Es ging ziemlich viel bergauf und bergab auf meistens schlechten Wegen, die zwar durch schöne Mischwälder führten, aber häufig schmal, steinig oder sandig waren. Die schafften uns ganz schön. Auch die nächste Etappe von Rheinsberg nach Neustrelitz war nicht besser und wir hatten abends dann auch gar kein schlechtes Gewissen, wenn wir uns mit einem richtig großen Bier belohnten. Eine „Seefahrt“ haben wir auch gemacht, nämlich von Lenz nach Plau am Plauer See. An dem Tag hatten wir viel Wind und auf dem Wasser stand eine kurze hakige See, sehr unangenehm für kleinere Boote. Interessant war es auch an den zahlreichen Schleusen das Absenken oder Anheben des Wasserspiegels zu beobachten. Langeweile hatten die Schleusenwärter bestimmt nicht bei den vielen Motorbooten, die auf den Gewässern unterwegs waren. Unsere beiden „Tourplaner“ hatten auch die Kultur nicht vergessen, wir hatten  immer Zeit für Besichtigungen: Die schönen alten Kirchen in Waren, Plau, Neustrelitz, die leider nicht sehr gepflegte Schlossparkanlage des zerstörten Neustrelitzer Schlosses, Schloss Rheinsberg mit Schlosspark und Kurt Tucholsky-Museum etc.

Wir hatten eine schöne harmonische und ereignisreiche Woche in einer wunderschönen Landschaft und ich danke auf diesem Wege unseren Planern und Organisatoren ganz herzlich für die schöne Radwanderung. Sie haben sich viel Arbeit gemacht mit der Planung und Durchführung, und es klappte alles, also nochmals Dank an Wolfgang und Hans-Jörg.
Zum Schluss noch ein persönlicher Eindruck: einerseits immer noch recht viele verfallene Gebäude, andererseits Absperrgitter und Fahrradständer aus Edelstahl. Nur ein Beispiel. Wie passt das zusammen? Beinahe hätte ich es vergessen: unsere Unterkunft in Neustrelitz nannte sich „bed-and-bike“ Haus und war total auf Radwanderer eingerichtet, sehr
ansprechend und gepflegt. Der Inhaber war auch Fotograf, machte von allen Gruppen ein Bild für seine „Pinnwand“ und für den „Anmelder“ der Gruppe gab es Wimpel u.a. mit diesem Bild. In unserem Fall war Hans-Jörg der Empfänger. Ich hoffe, er hat ihn inzwischen per Post bekommen.

Gila